Abrechnung von Verordnungen mit der ÖGK während der Pandemie

26. Mai 2020: Aufgrund häufiger Anfragen von Ergotherapeut*innen zur Abrechnung von erbrachten ergotherapeutischen Leistungen bei der ÖGK in Zeiten der Pandemie möchten wir einige Punkte im folgenden Text klarstellen.
  • Braucht mein*e Patient*in einen Verordnungsschein für Ergotherapie?

JA. Auch jetzt arbeiten wir auf ärztliche Anordnung (mit Ausnahme von Beratungs- und Schulungstätigkeit am gesunden Menschen)

 

  • Ist eine chefärztliche Bewilligung notwendig?

NEIN. Die chefärztliche Bewilligungspflicht wurde für die Zeit der Pandemie ausgesetzt.

 

  • Muss ich einen Behandlungsplan schreiben?

JA. Auch wenn keine Bewilligungspflicht einzuholen ist, müssen Sie wie gewohnt einen Behandlungsplan ausfüllen. Als Wahltherapeut*in geben Sie diesen ihrem*ihrer Patient*in zur teilweisen Kostenrefundierung mit, als Vertragstherapeut*in legen Sie diesen mit der Patientendokumentation ab, um eine ev. Kontrolle der erbrachten Leistungen durch die ÖGK zu ermöglichen.

 

  • Muss die Bewilligung nachgeholt werden?

NEIN. Nachträgliche Bewilligungen sind nicht einzuholen.

 

  • Muss die Behandlungsserie in der bewilligungsfreien Corona-Zeit auch abgeschlossen werden?

NEIN. Solange die Verordnung in der bewilligungsfreien Zeit ausgestellt wurde, können die Therapien auch ohne chefärztliche Bewilligung sicher abgerechnet werden bzw. wird Kostenersatz geleistet. Noch offene Therapieeinheiten können auch nach der Pandemie erfolgen.