Evidence Based Practice und Wissenschaftlichkeit in der Ergotherapie

Evidence Based Practice und Wissenschaftlichkeit gewinnen in der deutschsprachigen Ergotherapie immer mehr an Bedeutung. Diese Entwicklung prägt die Professionalisierung des Berufsstandes. Evidenzbasiertes Arbeiten bildet einen sehr wesentlichen Teil ab, um die Wirksamkeit und Notwendigkeit der Ergotherapie aufzuzeigen. Es meint, dass basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen therapeutische Entscheidungen getroffen werden. Das eigene Praktizieren wird dadurch evaluiert, reflektiert und erhöht die eigenen therapeutischen Möglichkeiten sowie das therapeutische Outcome. Evidence based Practice ist bei jeder klinischen Fragestellung und unabhängig vom Fachbereich anwendbar. Neben der Therapieeffektivität werden auch Kosteneffektivität und Ressourcen berücksichtig. Evidence based Practice ist aber nicht mit der therapeutische Entscheidung gleichzusetzen sondern spielt im Entscheidungsprozess neben den eigenen Erfahrungen / Clinical Reasoning und den Zielen der PatientInnen eine Rolle. Im Mitgliederbereich finden Sie vertiefte Informationen rund um das Thema Evidence Based Practice.

Die Forderung nach evidenzbasierten Arbeiten macht es möglich, Forschung als ein neues Handlungsfeld für die Ergotherapie zu entwickeln und zu etablieren und ergotherapierelevante Studien innerhalb der Berufsgruppe durchzuführen.

Das Positionspapier "Ergotherapie im Kontext der Wissenschaften" beschreibt die Charakteristika und Themen dieser sich entwickelnden Ergotherapie- und Betätigungswissenschaft / Handlungswissenschaft in Österreich. Das POSITIONSPAPIER „ERGOTHERAPIE IM KONTEXT DER WISSENSCHAFTEN“ beschreibt die Charakteristika und Themen der sich entwickelnden Ergotherapie- und Betätigungswissenchaft / Handlungswissenschaft in Österreich. Es legt den spezifischen Beitrag dieser Wissenschaft für die ergotherapeutische Praxis, zum interdisziplinären wissenschaftlichen Diskurs, zum Verständnis von Gesundheit, Krankheit und Behinderung und der Gestaltung der Gesundheitsversorgung sowie zur Gestaltung einer inklusiven und partizipativen Gesellschaft wie des Bildungs- und Sozialssystems dar.