Fachtagung 2021 „Veränderung als Chance - Herausforderungen der Ergotherapie in bewährten Fachbereichen“

Das war die Fachtagung 2021 „Veränderung als Chance“

Bei herbstlichem Wetter fand im Herzen St. Pöltens, im Cityhotel Design & Classic, die Fachtagung von Ergotherapie Austria mit dem Titel „Veränderung als Chance - Herausforderungen der Ergotherapie in bewährten Fachbereichen“ von 08. bis 09. Oktober 2021 statt.

Eröffnet wurde die Fachtagung vom St. Pöltner Bürgermeister Mag. Matthias Stadler und Dr. Martin Michalitsch, Abgeordneter zum NÖ Landtag, die Keynote zum Thema „Ergotherapie im Gesundheitswesen – wo stehen wir und wo geht die Reise hin?“ präsentierte Maga. Regina Aistleithner, Expertin im Gesundheitswesen.

Den Höhepunkt am Nachmittag bildete die spannende und angeregte Podiumsdiskussion unter dem Motto „Große Veränderungen im Gesundheitswesen – große Chancen für die Ergotherapie?“ mit Ergotherapie Austria Präsidentin Marion Hackl, Prof. Dr. Bernhard Schwarz, Präsident des Karl Landsteiner Instituts, Maga. Maria Pechter-Parteder von der NÖ Patienten- und Pflegeanwaltschaft, Birgit Meinhard-Schiebl, Interessensgemeinschaft pflegender Angehöriger, Mag. Franz Kiesl, Leiter des Versorgungsmanagements der Österreichischen Gesundheitskasse und Keynote Speakerin Maga. Regina Aistleithner unter großartiger Moderation von Mag. Hanns Kratzer. Als gemeinsame Herausforderung der verschiedenen Lobbys wurde die Zusammenarbeit mit Ärzt*innen sowie die Aufgabenverteilung innerhalb von Institutionen und auch im niedergelassenen Bereich beschrieben. Den Interessenvertreter*innen ist es wichtig, dass Patient*innen schnell, unbürokratisch und finanziell unterstützt Ergotherapie erhalten können.

Nach vier weiteren Vorträgen mit Moderation von Katrin Unterweger, MSc zu den Themen Schmerzpatient (Andrea Moser), Rehabilitation nach COVID-19 (Maga. (FH) Katharina Kößl-Rienesl, BSc), Teletherapie (Stefanie Holt, BSc) und Occupational Science (Prof. (FH) Mona Dür, PhD, MSc; Julia Unger, MSc, BSc; Anna Röschel, MSc, BSc; Katrin Pechstädt, MSc) ließen die Teilnehmer*innen den ersten Tag bei einem gemütlichen Sektempfang ausklingen.

 

In unserem Abstractheft finden Sie weitere Details zu den Vorträgen, Postern und Workshops!

 

Der Samstag startete schon früh mit einem kleinen Quiz, das unsere Studierendenvertreter*innen vorbereitet hatten, die Moderation übernahm an diesem Tag Maga. Katharina Fechner, BSc. Gut aufgewärmt nach dem Denksport gingen die Teilnehmer*innen in den ersten Vortragsblock, in dem Lisa Sperl, BSc die APP „DEA-Lebensfreude“ vorstellte, gefolgt von dem hochinteressanten Thema „Recovery als Modell für die psychiatrische Versorgung der Zukunft?“ von MScOT Matthias Möller.

Vor dem Mittagessen konnten drei verschiedene Workshops besucht werden: „Diagnoseorientiert vs. Betätigungsorientiert - Ergotherapie in der Orthopädie“ von Florentina Van Ginneken, MSc, CHT-NL, „Austrian Occupational Science: Maßnahmen zur Förderung der Handlungswissenschaften in Österreich“ von Julia Unger, MSc, BSc; Anna Röschel MSc, BSc und Katrin Pechstädt, MSc sowie „Autofahren - Alltagsaktivität von Senioren - (k)eine Aufgabe für die ET in der Geriatrie?“ von Ulrike Fellinger, MSc.

Nach dem Mittagessen und der Posterpräsentation wurde der restliche Tag genutzt, um sich mit einer anspruchsvollen Mischung aus Vorträgen und Workshops weiterzubilden, dazuzulernen und zu diskutieren. Während im großen Stadtsaal die Vorträge abgehalten wurden, fanden die Workshops parallel dazu im ersten Stock des Hotels zu folgenden Themen statt: „Betätigungen im Gleichgewicht - ein Interventionskonzept für nachhaltige Veränderung in der psychosozialen Rehabilitation“ von Mag. Dr. Georg Gappmayer, „Posttraumatische Belastungsstörung - Vorstellung des Zusatzmanuals zu Handeln ermöglichen - Trägheit überwinden" von Christine Spevak, BSc und „Ergotherapie und Palliative Care - Neues Arbeitsfeld oder Teil unseres bestehenden Berufsbildes?“ von Birgit Nienhusmeier, MSc und Brigitte Loder-Fink, MSc.

 

Bei strahlendem Sonnenschein machte die Vernetzung untereinander und mit den Ausstellern während der Pausen noch mehr Freude.

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Die Vorträge am Nachmittag umfassten folgende Bereiche: Ergotherapie im Lockdown (Rebekka Hirtl, BSc und Veronika Lindebner), Kindergarten- und Schulbasierte Ergotherapie (Sophie Ulbrich Ford, MSc; Maritta Eberle, Hannah Kastner, Thomas Morgenthaler, BSc; Ulrike Rathauscher, BSc und Maga. Erna Schönthaler), Das Early Start Denver Model für Kinder mit Autismus-Spektrum-Störung (Eva Dely), Rheumatoide Arthritis und Apps (Dr. Renate Ruckser-Scherb, MSc und Barbara Greindl, BSc) und COPILOT (DI Dr. Elisabeth Url, Elisabeth Fattinger).

 

Begleitet wurden beide Tage von einem Graphic Recording Zeichner, der alle Vorträge bildlich festhielt und damit für kurze Zusammenfassungen und Auflockerung nach jedem Vortrag sorgte.

Zum ersten Mal in der Geschichte von Ergotherapie Austria war es außerdem möglich, die gesamte Fachtagung online als Live-Stream zu verfolgen. Dieses Angebot wurde gut angenommen und beweist einmal wieder, wie viele Chancen Veränderungen bieten.

 

Recht herzlich gratulieren wir noch einmal den Gewinnerinnen der diesjährigen Posterpreise, dessen Verleihung den Abschluss der Fachtagung 2021 bildete. Das Poster mit dem Titel „Mit Hand und Herz der Veränderung begegnen“ wurde von den Teilnehmer*innen zum besten Poster gekürt.

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