FAQ

Wenn Sie eine Fortbildung bis 12 Wochen vor Kursbeginn buchen, erhalten Sie minus 15% Ermäßigung auf den für Sie geltenden Kurspreis.
Ausgenommen sind vorgegebene Preise, die nicht unserer Kalkulation unterliegen.
Gilt für Mitglieder, Nichtmitlieder und studierene Mitglieder.

Ja, § 11 d des MTD-Gesetzes gibt vor, dass ErgotherapeutInnen innerhalb von jeweils 5 Jahren Fortbildungen im Ausmaß von mindestens 60 Stunden (80 CPD-Punkte)  besuchen müssen. Details zur Umsetzung dieser Vorgabe sind derzeit noch nicht bekannt und müssen erst per Verordnung vom Bundesministerium für Gesundheit und Frauen erlassen werden. (Aktuelles hier) Die Fortbildungsverpflichtung ist allerdings bereits seit dem 1.1.2017 zu erfüllen. In der aktuellen Situation ist es wichtig, dass Sie sämtliche Fortbildungsbestätigungen sammeln. Achten Sie darauf, dass auf den Bestätigungen Dauer (in Stunden!) und Inhalt der Fortbildung angegeben sind. Das CPD ist ebenso eine Möglichkeit zur Dokumentation der Fortbildungen. Wir werden Sie weiterhin laufend informieren. Fragen richten Sie gerne auch an officeatergotherapie.at

Dieser Tarif gilt bei ausgewählten Fortbildungen ausschließlich für Studierende des Bachelorstudiengangs Ergotherapie.

Mit der Forschungsstrategie (Health Care 2020: Forschungsstrategie für ausgewählte Gesundheitsberufe) soll die Etablierung von Forschung durch die Angehörigen der Gesundheits- und Krankenpflege, Hebammen und gehobenen medizinisch-technischen Dienste an hochschulischen Einrichtungen sowie die Vernetzung von Wissenschaft und Praxis inhaltlich unterstützt werden.

Das Positionspapier „Ergotherapie im Kontext der Wissenschaften“ beschreibt die Charakteristika und Themen der sich entwickelnden Ergotherapie- und Betätigungswissenchaft / Handlungswissenschaft in Österreich. Es legt den spezifischen Beitrag dieser Wissenschaft für die ergotherapeutische Praxis, zum interdisziplinären wissenschaftlichen Diskurs, zum Verständnis von Gesundheit, Krankheit und Behinderung und der Gestaltung der Gesundheitsversorgung sowie zur Gestaltung einer inklusiven und partizipativen Gesellschaft wie des Bildungs- und Sozialssystems dar.

Auch nach Ablauf der Anmeldefrist ist es noch möglich, sich für eine Fortbildung anzumelden. Wenn die Fortbildung schon ausgebucht ist, könne Sie sich auf die Warteliste setzen lassen.

Das Fort- und Weiterbildungsreferat von Ergotherapie Austria ist Zertifiziert nach Ö-Cert zertifiziert. Damit haben Sie - je nach konkreter Regelung Ihres Bundeslandes - die Möglichkeit Bildungsförderung für unsere Fortbildungen zu beantragen. Genauere Informationen entnehmen Sie bitte dem Bereich "Bildungsförderung"

Bei kurzfristiger Erkrankung nehmen Sie bitte umgehend mit uns Kontakt auf:

  • Office: +43(0)1 895 54 76 | officeatergotherapie.at oder
  • Fortbildungskoordinatorin: Marianne Neussner: +43(0)664 8851 4846 | m.neussneratergotherapie.at

Wenn Sie in einem Jahr 9 Fortbildungstage absolviert haben, können Sie bei einer folgenden Fortbildungsbuchung den Vielbucherbonus in Anspruch nehmen und erhalten dann -10% auf die Fortbildung. Bitten geben Sie uns dies bereits bei der Buchung im Anmerkungsfeld bekannt. Der Vielbucherbonus muss spätestens bis Ende des Folgejahres, in dem Sie 9 Fortbildungstage absolviert haben, eingelöst werden.

Die Stornierung einer gebuchten Fortbildung muss schriftlich erfolgen. Entsprechend unserer AGB wird für jede Stornierung eine Bearbeitungsgebühr von Euro 20,- eingehoben. Bei Stornierung des Kursplatzes 2 Wochen vor Kursbeginn werden 100 % der Kurskosten in Rechnung gestellt, 3 Wochen vor Kursbeginn 70 %, 4 Wochen vor Kursbeginn 50 % und 6 Wochen für Kursbeginn 30%.

Bei der Nennung einer Ersatzperson entfallen die Stornogebühren; die Bearbeitungsgebühr ist zu bezahlen. Die Nennung einer Ersatzperson muss von Seiten der TeilnehmerInnen vor Kursbeginn mit der FortbildungskoordinatorIn vereinbart werden.

Bitte überprüfen Sie auch, ob ihr Fall vielleicht durch die Stornoversicherung abgedeckt ist.

Die Neuausstellung von Bestätigungen über den Besuch einer Fortbildung (Duplikate) ist gegen einen Unkostenbeitrag von 20,- Euro möglich. Richten Sie Ihre Anfrage bitte an unsere Fortbildungskoordinatorin.

Zahlungsbestätigungen werden nur auf Wunsch Ausgestellt. Sollten Sie eine Zahlungsbestätigung benötigen, richte Sie bitte eine Anfrage per E-Mail oder Telefon an unsere Fortbildungskoordinatorin.

Mit der Rechnung erhalten Sie einen Zahlschein. Die Fortbildung kann mittels Zahlschein bezahlt werden. Wenn Sie die Fortbildungskosten per Telebanking überweisen, muss die Rechnungsnummer genau übertragen werden.

Die Rechnung erhalten Sie nach der Anmeldefrist unter der Voraussetzung, dass die Mindestanzahl an TeilnehmerInnen erreicht ist. Bitte warten Sie mit der Zahlung unbedingt bis Sie eine Rechnung erhalten.

Sobald ein Platz frei wird und Sie an der Reihe sind, werden Sie angerufen – das kann bis unmittelbar vor Kursbeginn sein.

Innerhalb von 2 Wochen nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie eine Rückmeldung, ob Sie einen Kursplatz oder einen Wartelistenplatz bekommen haben. Sollten Sie keine Rückmeldung erhalten haben, wenden Sie sich bitte an die Fortbildungskoordinatorin Frau Neussner (m.neussneratergotherapie.at).

Ergotherapie Austria hat ein Glossar mit den wichtigsten Begrifflichkeiten und Abkürzungen zu Evidence Based Practice zusammengestellt. Sie können dieses unterhalb downlaoden.

Die Broschüre “Value of Occupational Therapy – about evidence-based occupational therapy” besticht durch den handlungspraktischen Aufbau und bietet auf 42 Seiten kompakte Information zu evidenz-basiertem Arbeiten. Sie enthält einen konkreten Arbeitsplan für 9 meetings (à 2 Stunden) in denen eine Gruppe von ErgotherapeutInnen schrittweise gemeinsam das evidenzbasierte Arbeiten kennenlernt, diskutiert und auch praktisch erprobt. In 4 Kapiteln sind die Themen für die Meetings und deren konkrete Durchführung beschrieben. Leitfragen und konkrete Aufgabenstellungen bieten eine hilfreiche Struktur. Die Broschüre wurde ursprünglich vom schwedischen Ergotherapie-Verband in der Landessprache herausgegeben. Auf Anregung von COTEC und in Absprache mit den nationalen Berufsverbänden wurde sie in die vorliegende englische Fassung übersetzt, um sie möglichst vielen ErgotherapeutInnen zugänglich zu machen.

Evidence based Practice meint, dass basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen therapeutische Entscheidungen getroffen werden. Das eigene Praktizieren wird dadurch evaluiert, reflektiert und erhöht die eigenen therapeutischen Möglichkeiten sowie das therapeutische Outcome. Evidence based Practice ist bei jeder klinischen Fragestellung und unabhängig vom Fachbereich anwendbar. Neben der Therapieeffektivität werden auch Kosteneffektivität und Ressourcen berücksichtig. Evidence based Practice ist aber nicht mit der therapeutische Entscheidung gleichzusetzen sondern spielt im Entscheidungsprozess neben den eigenen Erfahrungen / Clinical Reasoning und den Zielen der PatientInnen eine Rolle.

Nicht zu unterschätzen ist die Zeit, die Sie für die Suche nach einer geeigneten Studie aufbringen müssen. Nicht jedes Fachgebiet bzw. jede Fragestellung wurde bereits umfassend untersucht. Daher kann es sein, dass Sie bei seltenen Fragestellungen keine relevanten Studien finden, oder eine relevante Studie weist eine niedrige Qualität auf und ist daher nicht von Bedeutung. Ein weiteres Problem stellt auch der Zugang zu den Artikeln dar. Nicht jede Datenbank verfügt über Volltextzugänge, Artikel müssen gegebenenfalls bezahlt werden.

Der Evidence based Practice Prozess umfasst 5 Schritte:

  1. Formulierung einer klinisch relevanten Fragestellung (diese ergibt sich durch Ihre Problemstellung in der Praxis z.B. Sie haben von einer neuen Therapieform gehört und möchten nun wissen, ob diese bei einer bestimmten Krankheit zu Erfolgen führt)
  2. Evidenz / Literatur suchen
  3. Literatur auswerten; auf Richtigkeit / Gültigkeit und Gebrauch evaluieren
  4. Ergebnisse in der Praxis implementieren
  5. Evaluieren der Ergebnisse

Nachfolgende Auflistung gibt Ihnen eine Übersicht über ergotherapierelevante Datenbanken. Frei zugänglich ist nur der OT-Seeker bzw. nach einer Registrierung die OTD-Base. Für alle anderen benötigen Sie einen Zugang über eine Institution (z.B. Fachhochschule).

  • AMED (Zugang nur über eine Institution): Volltext, beinhaltet Studien zu Therapie und Rehabilitation
  • CINHAL (Zugang nur über eine Institution): Volltext, beinhaltet Studien zu Therapie und Pflege
  • Cochrane Library (Zugang nur über eine Institution): Volltext, vorwiegend randomisiert kontrollierte Studien und systematische Reviews
  • DVE: freier Zugang, deutsche Studienzusammenfassung; Jahresmitgliedschaft kostet beim deutschen Verband für Ergotherapie Austria Mitglieder 70€
  • OTD-Base: freier Zugnag, Registrierung notwendig, monatliche Gebühr, nur ergotherapeutische Studien
  • OT-Seeker: freier Zugang, systematische Reviews und klinische Studien
  • PubMed: freier Zugang, medizinischer Fokus
  • Medline (Zugang nur über eine Institution):  medizinischer Fokus
  • Pedro: freier Zugang, physiotherapeutische Datenbank, beinhaltet systematische Reviews und randomisiert kontrollierte Studien

Grundvoraussetzung sind Keywords, die aus der vorliegenden Problemstellung gezogen werden. Da die meisten Artikel in Englisch sind, empfiehlt es sich, von Anfang an mit englischen Keywords zu arbeiten. Zwei Bespiele:

  • Fragestellung: Bewirkt eine ambulante Ergotherapie bei PatientInnen mit Demenz eine Verbesserung der Alltagsfunktion?
    Keywords: dementia, elderly, home intervention, occupational therapy , daily activities, ADL, occupation
  • Fragestellung: Welchen Nachweis gibt es dafür, dass ein Therapieansatz nach Forced Use zu einer Verbesserung der ADLs nach einem Schlaganfall führt?
    Keywords: stroke disability dysfunction forced use increased occupational performance /ADL

Verwenden Sie bei der Verwendung von Keywords sogenannte Trunkierzeichen. Ein Trunkierzeichen ist ein Platzhalter und steht für all mögliche Endungen eines Stammwortes. In den meisten Datenbanken ist es das *, hin und wieder auch $. Dadurch verbreitert sich Ihr Suchwort. Wenn Siezum Beispiel occupat* eingeben, so werden Ergebnisse mit occupation, occupational,… berücksichtigt, therap* steht somit für therapy, therapist, therapists….

Damit Phrasen erkannt werden, setzen Sie diese in ().

Diese Keywords werden bei der Suche in unterschiedlichen Kombinationen miteinander verbunden. Hierfür stehen drei Möglichkeiten zur Verfügung:
1. Verknüpfung mit OR, das bedeutet, dass sämtliche Ergebnisse berücksichtigt werden, die entweder das eine oder das andere Keyword beinhalten.

2. Verknüpfung mit AND: hier wird die Schnittstelle beider gesucht. Das heißt jedes Ergebnis beinhaltet sowohl Keyword 1 als auch Keyword 2.

3. Verknüpfung NOT: Hier werden vom Keyword 1 die Ergebnisse, die zusätzlich Keyword 2 beinhalten ausgeblendet.

Wenn Sie durch die Suche keinen Zugang zu einem Volltext erhalten, bedeutet es nicht zwangsläufig, dass die Beschaffung des Artikels mit Kosten verbunden ist. Sie haben folgende Möglichkeiten:

Im ersten Schritt sollten Sie überprüfen, ob der Text eventuell frei im Internet zugänglich ist. Geben Sie hierzu einfach den Titel in die Google Suchmaschine ein oder suchen Sie direkt auf der Homepage der Zeitschrift. Manche Zeitschriften stellen ältere Artikel frei zur Verfügung. Wenn Sie einen Zugang zu einer Universitäts- oder  Fachhochschulenbibliothek haben, können Sie überprüfen ob hier eventuell ein kostenfreier Zugang zur Zeitschrift besteht.

Ansonsten muss der Volltext bestellt werden. Zu empfehlen sind die elektronische Zeitschriftenbibiliotheken (EZB) oder über die Fernleihbestellung Subito (www.subito-doc.de). Bei Subito müssen Sie sich registrieren, die Artikel kosten um die 5 € und werden per Post oder per E-Mail versendet.

Von anderen Bestellmöglichkeiten wird abgeraten, da hier die Kosten erheblich höher sein können.

Verschaffen Sie sich zuerst einen Überblick über die Studie. Lesen Sie den Titel, das Abstract und die genaue Fragestellung / das Ziel der Studie (finden Sie im letzten Absatz der Einleitung). Diese Dinge verraten schon sehr viel über den Inhalt und Sie können dann entscheiden, ob dieser Ihre Fragestellung beantwortet oder nicht. Erst jetzt lesen Sie den Artikel. Die Einleitung verrät viel über die Hintergründe des Themas, der Hauptteil präsentiert das Studienvorgehen und die Ergebnisse. Lassen Sie sich nicht von Zahlen abschrecken. Auch die Diskussion verrät Ihnen sehr viel über die Studienresultate.

Studien werden nach Evidenzebenen eingeteilt:

1. Metaanalyse oder systematische Reviews von randomisiert kontrollierten Studien (RCT) stellen die höchste Ebene der Evidenz dar. Sie fassen mehrere RCTs zu einem Thema zusammen und bieten einen großen und aktuellen Überblick über das Thema. Diese Übersichtsarbeiten werden mit Hilfe der PRISMA Checkliste (z.B. Beschreibung der vollständigen elektronischen Suchstrategie, Auswahlkriterien, Methoden zur Beurteilung der einzelnen Studien), bewertet. Diese Bewertung ist häufig auch in den Datenbanken zu finden. Insgesamt können 27 Punkte erreicht werden. Je höher die erreichte Punktezahl umso höher ist die Qualität der Studie. Zur englischen PRISMA Checkliste

2. Randomisiert kontrollierte Studien (RCT) sind klinische Studien mit einer Versuchs- und Kontrollgruppe. Die Zuteilung der Probandinnen zu den Gruppen erfolgte zufällig (randomisiert). Die ProbandInnen beider Gruppen werden vor und nach der Intervention getestet. Die Ergebnisse verglichen. RCTs werden mit Hilfe der PEDro Skala bewertet. Insgesamt können 11 Punkte erreicht werden und berücksichtigt Aspekte wie z.B. Geblindete ProbandInnen (die TeilnehmerInnen wissen
nicht, in welcher Gruppe sie sind). Zur deutschen Version der PEDro Skala

3. Nicht-randomisierte Studien sind klinische Studien ohne zufällige Zuteilung zu den Gruppen.

4. Nicht-experimentelle Studie sind Studien, die zum Beispiel nur einen Erhebungszeitpunkt (ohne Intervention) haben.

5. Expertenmeinung

Im stationären Setting arbeiten Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten in Krankenhäusern, Rehazentren oder Pfelgeeinrichtungen. Im ambulanten bzw. niedergelassenen Bereich finden Sie Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten in Ambulanzen, Ambulatorien sowie in Einzel- und Gruppenpraxen und mobilen Diensten. Viele Ergotherapeutinnen machen auch Hausbesuche.

Ergotherapie ist eine Vertragsleistung bei folgenden Krankenkassen

  • OÖGKK
  • SGKK
  • SVA
  • VAEB
  • SVB
  • BVA
  • TGKK
  • NÖGKK)

Wenn Sie eine Ergotherapeutin mit Kassenvertrag aufsuchen, ist Ergotherapie über die Krankenkasse finanziert (ausgenommen Kostenbeiträge). Entscheiden Sie sich für eine Ergotherapeutin bzw. Ergotherapeuten ohne Kassenvertrag so erhalten Sie eine Rückerstattung.

Folgende Krankenkasse finanziert Ergotherapie über Poolstunden

  • WGKK
  • BGKK

Wenn sie bei einer Ergotherapeutin mit Poolvertrag Ergotherapie erhalten sind die Stunden von der Krankenkasse finanziert. Ist es nicht möglich, dass Sie kassenfinanziert Poolstunden erhalten, so erhalten Sie einen Zuschuss der Krankenkasse nach Ablauf der Therapie.

Folgende Krankenkasse bietet Ergotherapie nicht als Vertragsleistung an

  • StGKK
  • KGGK
  • VGKK

Sie erhalten (nach vorhergehender Bewilligung) einen Zuschuss der Krankenkasse nach Ablauf der Therapie.

Ergotherapeutinnen mit Kassenvertrag verrechnen Ihre Leistungen direkt mit den Krankenkassen. Somit entstehen für Sie keine Kosten (außer dem Selbstbehalt bei einigen Krankenkassen).
Bei einer Ergotherapeutin ohne Kassenvertrag müssen Sie zunächst die gesamte Therapie selbst vorfinanzieren. Sie können anschließend jedoch einen Teil der Kosten zurück erhalten. Hierfür benötigen Sie eine Bewilligung vor Beginn der Therapie. Nach Ende der Ergotherapie reichen Sie die Honorarnoten bei der Krankenkasse ein um eine (Teil)Rückerstattung der Kosten zu erhalten.

Ergotherapie gibt es auch als Sachleistung der Krankenkasse. Dafür müssen Sie eine Ergotherapeutin bzw. einen Ergotherapeuten mit Kassen- oder Poolvertrag aufsuchen. Ergotherapeutinnen mit Kassenvertrag finden Sie auf der Homepage unter TherapeutInnensuche und Ergotherapeutinnen mit Poolvertrag auf der Homepage des VEV. Die Kosten für die Ergotherapie werden dann direkt mit der Krankenkasse verrechnet.

Sie erhalten einen Teil der Kosten für Ergotherapie bei einer Ergotherapeutin ohne Kassenvertrag zurück, wenn sie zuvor eine Bewilligung bei der Krankenkasse eingeholt haben. Gehen Sie wie folgt vor:

  • Mit der ärztlichen Verordnung Bewilligung für Ergotherapie bei Krankenkasse einholen
  • Ergotherapie durchführen
  • Therapie mit der Ergotherapeutin direkt abrechnen
  • Honorarnoten bei Krankenkasse einreichen
  • (Teil-)Rückerstattung der Kosten (Höhe je nach Krankenkasse verschieden)

Achten Sie bei der Auswahl darauf, in welchen Fachbereichen und mit welchen Zielgruppen die Ergotherapeutin / der Ergotherapeut arbeitet. Vielleicht ist für Sie auch wichtig, dass Hausbesuche möglich sind oder ob die Ergotherapeutin/ der Ergotherapeut einen Vertrag mit ihrer Krankenkasse hat.

Alle Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten, die Sie auf der Liste von Ergotherapie Austria finden, sind in Österreich berufsberechtigt und haben eine hochwertige Ausbildung abgeschlossen. Bis 2005 wurde diese Ausbildung mit einem Diplom beendet, seitdem findet die Ausbildung an Fachhochschulen statt und schließt mit einen Bachelor (BSc) ab.

Wer die Ergotherapie bezahlt, hängt einerseits von ihrer Krankenversicherung  ab. Andererseits kommt es darauf an, ob Sie zu einer Ergotherapeutin bzw. einem Ergotherapeuten mit oder ohne Kassenvertrag gehen.

Wenn ihre Krankenkasse Ergotherapie als Vertragsleistung anbietet, haben Sie folgende Möglichkeiten:

  • Bei Ergotherapeutinnen mit Kassenvertrag gehen Sie mit dem Verordnungsschein zu Ihrer Ergotherapeutin, sie erledigt alles Weitere. Die Kosten werden direkt mit der Krankenkasse verrechnet.
  • Bei Ergotherapeutinnen ohne Kassenvertrag erhalten Sie zumindest einen Teil der Kosten von Ihrer Krankenkasse wieder rückerstattet. Voraussetzung für den Kostenersatz ist eine Bewilligung der Therapie durch Ihre Krankenkasse.

Wenn ihre Krankenkasse Ergotherapie nicht als Vertragsleistung anbietet, erhalten Sie einen Zuschuss zu den Therapiekosten.

Bitte fragen Sie Ihre Ergotherapeutin bzgl. Kosten und Kostenübernahmen.
 

Ergotherapeutinnen arbeiten nach ärztlicher Zuweisung. Deshalb benötigen Sie für die Ergotherapie eine Verordnung durch einen Allgemein- bzw. Facharzt.

Ergotherapie beginnt mit einem Gespräch in einer ergotherapeutischen Praxis, einem Ambulatorium, einer Ambulanz oder mit dem Hausbesuch einer Ergotherapeutin. Zunächst wird ein ergotherapeutischer Befund erstellt. Entsprechend Ihres Befundes sowie Ihrer speziellen Wünsche und Bedürfnisse werden die therapeutischen Ziele besprochen. Dann wird ein persönlicher Behandlungsplan erstellt und Termine fixiert und schon kann die Ergotherapie losgehen.

Ergotherapie wird bei Menschen aller Altersgruppen  eingesetzt, die aufgrund unterschiedlichster Ursachen in ihrer physischen, psychischen oder sozialen Handlungsfähigkeit eingeschränkt sind. Ergotherapie kommt also sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen zum Einsatz und ist in allen klinischen Fachbereichen vertreten.

Ziel der Ergotherapie ist es, Menschen bei Tätigkeiten in Bereichen wie Selbstversorgung, Produktivität, Freizeit und Erholung zu stärken und damit ein höheres Maß an Selbstständigkeit im Alltag zu ermöglichen. Ziel in der Ergotherapie ist die Handlungsfähigkeit im Alltag wiederherzustellen oder zu verbessern.

Der Begriff Ergotherapie leitet sich aus dem griechischen Wort „ergein“ (handeln, tätig sein) ab und beruht auf medizinischer, sozialwissenschaftlicher und handlungsorientierter Grundlage. Ergotherapie stellt das menschliche Grundbedürfnis  zu Handeln bzw. tätig zu sein in den Mittelpunkt. Gezielt eingesetzte Tätigkeiten haben gesundheitsfördernde und therapeutische Wirkung. Deshalb unterstützt und begleitet Ergotherapie Menschen jeden Alters, die in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt oder von Einschränkung bedroht sind und/oder ihre Handlungsfähigkeit erweitern möchten. Nähere Info