Kreativ-gestalterische und handwerkliche Aktivitäten in der Ergotherapie – mit MOHO und OTIPM zum Erfolg

Datum: 
30.09.2019 bis 01.10.2019
Zeit: 

30.9.209: 10.00-18:00 Uhr I 1.10.2019: 9.00 -17:00 Uhr

Anmeldeschluss: 
18.08.2019
Kurspreis: 
  • Mitglieder: FB 320,--/ NP 365,-- incl. Skriptum und Pausensnacks
  • Nichtmitglieder: FB 565,-- /NP 650,--incl. Skriptum und Pausensnacks
  • Studierende Mitglieder: FB 270,-- / NP 320,--incl. Skriptum und Pausensnacks

FB = Frühbucherpreis
NP = Normalpreis
Frühbucherfrist: 7.7.2019

Ziel: 

Das Ziel des Workshops ist es, dass die Teilnehmer*innen über einen guten Grundstock der fachlich-methodischen ergotherapeutischen Kompetenzen verfügen. Aktivitätsanalysen, Diagnostik, Therapieplanung und Begründung von ergotherapeutischen Interventionen mit kreativ-gestalterischen und handwerklichen Aktivitäten können folglich strukturiert und nachvollziehbar durchgeführt werden.

Die Workshopteilnehmer*innen kennen die unterschiedlichen Vorzüge kreativ-gestalterischer Aktivitäten sowie handwerklicher Aktivitäten und können diese mithilfe ergotherapeutischer Modelle analysieren, im therapeutischen Alltag einsetzen und begründen (psychosoziale Diagnostik/Therapie, Produkt-/Prozessorientierung, gemeinsames Handeln/Handeln für sich, Fokus auf Fertigkeiten/personenbezogene Faktoren/Körperfunktionen, förderliche/hinderliche Faktoren der Umwelt, ausdrucks-/kompetenzzentriertes/interaktionelles Arbeiten, bedeutungsvolle Alltagsbetätigungen/therapeutische Aktivitäten).

In weiterer Folge soll die kennengelernte Reflexionsmöglichkeit in der Praxis genutzt werden und die Begründung des Einsatzes kreativ-gestalterischer und handwerklicher Aktivitäten gegenüber Berufsangehörigen, Klient*innen und Stakeholdern einfach und selbstbewusst gelingen. Die Freude und Lust mit kreativ-gestalterischen Mitteln in der Ergotherapie zu arbeiten, wird forciert, damit auch in Zukunft den Klient*innen ein breites Spektrum an therapeutischen Aktivitäten geboten werden kann. Die Teilnehme*iInnen sind zudem in der Lage die kennengelernte Analyse- und Begründungsmöglichkeit auf weiter ergotherapeutische Aktivitäten zu übertragen und anzuwenden.

Beschreibung: 

Kreativ-gestalterische und handwerkliche Aktivitäten sind wertvoll für die Ergotherapie. Richtig eingesetzt und begründet bilden sie einen festen und angesehenen Bestandteil in der ergotherapeutischen Praxis. Die Fortbildung bildet die Basis für eine in der Praxis leicht anzuwendende Reflexionsmöglichkeit. Die Begründung des Einsatzes gegenüber Berufsangehörigen, Klient*innen und Stakeholdern gelingt dadurch einfach und selbstbewusst.

Inhalte: MOHO, OTIPM, kreativ-gestalterische und handwerkliche Aktivitäten inkl. Ausführung und Analyse, psychosoziale Diagnostik und Therapie

Inhalt: 

Kreativ-gestalterische und handwerkliche Aktivitäten sind wertvoll für die Ergotherapie. Richtig eingesetzt und begründet bilden sie einen festen und angesehenen Bestandteil in der ergotherapeutischen Praxis. Die Fortbildung bildet die Basis für eine in der Praxis leicht anzuwendende Reflexions und Begründungsmöglichkeit. Die Begründung des Einsatzes kreativ-gestalterischer und handwerklicher Aktivitäten gegenüber Berufsangehörigen, Klient*innen und Stakeholdern gelingt dadurch einfach und selbstbewusst. Das Vorgehen der Analyse und Begründung kann auf alle ergotherapeutischen Aktivitäten und Fachbereiche übertragen werden.

Die Fortbildung setzt sich aus folgenden Teilen zusammen:

  1. Theorie über ergotherapeutische Modelle (MOHO, OTIPM)
  2. Theorie zu kreativ-gestalterischen und handwerkliche Aktivitäten
  3. Theorie zu psychoszialer Diagnostik und Therapie
  4. Zusammenführung der Theorieteile und Diskussion
  5. Kreativ-gestalterischer Teil: Herstellung einer ID-Card und künstlerische/gestalterische Aufgabenstellung)
  6. Reflexion und Analyse

Der Workshop startet mit einer theoretischen Einführung in das Model of Human Occupation (MOHO) (Kielhofner, 2008) und dem Occupational Therapy Intervention Model (OTIPM) (Fisher, 2009). Vorgestellt und diskutiert werden kreativ-gestalterische Aktivitäten versus handwerkliche Aktivitäten hinsichtlich der beiden Modelle, sowie die Möglichkeiten und Grenzen für die ergotherapeutische Diagnostik und Therapie. Ein Input zur soziologischen Analyse von Handwerk sowie sozialer Interaktion (Sennett), aber auch zu soziologischer (Luckmann) und psychologischer (von Cranach) Handlungstheorie bilden eine weitere theoretische Begründungsgrundlage für den Einsatz kreativ-gestalterischer und handwerklicher Aktivitäten.

In Einzel- und/oder Gruppenarbeit wird den Workshop-Teilnehmer*innen die Möglichkeit gegeben einen kreativ-gestalterischen Prozess zu durchleben und im Anschluss zu besprechen. Die Art der Aufgabenstellung und Nachbesprechungsphase ist dabei essentiell für den ergotherapeutischen Einsatz und wird hinsichtlich unterschiedlicher Einsatzmöglichkeiten dargestellt und diskutiert.

Mithilfe der Struktur des ergotherapeutischen Modells MOHO, werden die durchgeführten kreativ-gestalterischen Aktivitäten analysiert und der Einsatz kreativer und handwerklicher Aktivitäten als psychosoziale Diagnostik- und Interventionsmöglichkeit reflektiert und begründet. Die Zuordnung und Diskussion zu den ergotherapeutischen Aktivitäten (Fisher, 2009) runden den Analyse- und Reflexionsteil ab.

Zielgruppe: 
  • ErgotherapeutInnen, Studierende der Ergotherapie
Fachbereich: 
  • Geriatrie, Gesundheitsförderung und Prävention, Handverletzungen, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Neurologie, Orthopädie, Pädiatrie, Psychiatrie, Rheumatologie
CPD Punkte: 
16
Teilnehmeranzahl min: 
15
Teilnehmeranzahl max: 
15