Veränderung im Sozialversicherungswesen im Zuge der Krankenkassenreform

Mit diesem Artikel möchten wir Sie über die kommenden Veränderungen im Sozialversicherungswesen informieren und aus der Sicht der Ergotherapie relevante Änderungen darstellen. Im Zuge der Krankenkassenreform werden die bundesweiten Sozialversicherungsträger*innen mit 01.01.2020 fusioniert.

So wird aus der ehemaligen Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter BVA und der Versicherungsanstalt für Eisenbahn und Bergbau VAEB die neue Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter, Eisenbahn und Bergbau BVAEB. Auch die neue Sozialversicherungsanstalt der Selbständigen SVS setzt sich aus der bisherigen Sozialversicherung der Selbständigen SVA und der Sozialversicherungsanstalt der Bauern SVB zusammen.

Auf Grund dieser Fusionen werden mit 31.12.2019 alle bestehenden Verträge mit Vertragspartner*innen gekündigt und neue Verträge abgeschlossen. Ergotherapie Austria hat daher im April 2019 begonnen, mit der BVA und der VAEB eine neue Rahmenvereinbarung für egotherapeutische Leistungen zu verhandeln. Der neue Vertrag wurde mit Ende Juni abgeschlossen und tritt mit 01.01.2020 in Kraft. In den nächsten Tagen erhalten alle Ergotherapeut*innen, die Vertragspartner*innen der BVA und/oder VAEB sind, ein Informationsschreiben der BVAEB mit einem neuen Einzelvertrag zur Unterfertigung. Für alle Kolleg*innen, die bereits Vertragspartner*innen sind, ist der Abschluss des neuen Vertrags nur ein formaler Akt, für den keine weiteren Schritte notwendig sind. Inhaltlich gibt es einige Änderungen zum alten Vertrag, die aber alle Erleichterungen in der täglichen Arbeit darstellen sollen. Neu hinzugekommen sind Leistungspositionen für Vernetzungstätigkeiten wie Fallbesprechungen, Gespräch mit Bezugspersonen und Helferkonferenz. Eine genaue Auflistung der Positionscodes und Verrechenbarkeit finden Sie im Mitgliederbereich im ErgoWiki.

Gemeinsam mit der BVAEB war es Ergotherapie Austria ein Anliegen, eine Rahmenvereinbarung abzuschließen, die es uns Ergotherapeut*innen ermöglicht, auch in Zukunft unsere Leistungen für Patient*innen kostenfrei anzubieten und gleichzeitig Arbeitsbedingungen schafft, die ein qualitativ hochwertiges arbeiten ermöglichen.

Die Verhandlungen mit den anderen Sozialversicherungsträger*innen sind derzeit noch am Laufen, wir werden Sie rechtzeitig über die neuen Verträge bzw. Änderungen informieren.