Persönlichkeitsstörungen: Handlungsfähigkeit gemeinsam entwickeln – mit und trotz therapeutischer Herausforderungen
In der psychiatrischen Ergotherapie begegnen uns immer wieder Klient:innen, deren eingeschränkte Handlungsfähigkeit nicht nur das zentrale Therapieziel, sondern zugleich eine große Herausforderung im therapeutischen Alltag darstellt. Diskussionen über Verordnungen, endlose Monologe, kritisches Verhalten oder völlige Passivität – solche Situationen fordern nicht nur unsere fachliche, sondern auch unsere persönliche Kompetenz.
Dieses Seminar beleuchtet mit fachlicher Tiefe, einer Prise Humor und Raum für Selbsterfahrung den Umgang mit Klient:innen, die uns emotional fordern – insbesondere im Kontext von Persönlichkeitsstörungen. Auf Grundlage des Modells der doppelten Handlungsregulation (Sachse & Sachse) entwickeln wir ein besseres Verständnis für das Verhalten handlungsgestörter Klient:innen und reflektieren dabei bewusst auch unsere eigene therapeutische Haltung.
Ein zentrales Element des Seminars ist die Selbsterfahrung: Wir setzen uns mit unseren persönlichen Reaktionen, Mustern und Grenzen auseinander – wertschätzend, geschützt und praxisnah. Ziel ist es, mit mehr Sicherheit, Klarheit und innerer Stabilität in die therapeutische Beziehung zu gehen.
- Theoretische Grundlagen zu Persönlichkeitsstörungen und deren Schemata (ICD-11)
- Kommunikationsstrategien im Umgang mit herausfordernden Klient:innen
- Beziehungsgestaltung in der ergotherapeutischen Arbeit
- Praxisnahe Fallbeispiele und Übungen
- Selbsterfahrung zur Reflexion der eigenen Haltung und Reaktion
- Förderung eines vertieften Verständnisses von Handlungsfähigkeit bei Persönlichkeitsstörungen.
- Ausbau therapeutischer Kompetenzen in Kommunikation, Beziehungsgestaltung und Selbstreflexion.
- Entwicklung eines sicheren und handlungsorientierten Umgangs mit herausfordernden therapeutischen Situationen.