FAQ

Im stationären Setting arbeiten Ergotherapeut*innen in Krankenhäusern, Rehazentren oder Pfelgeeinrichtungen. Im ambulanten bzw. niedergelassenen Bereich finden Sie Ergotherapeut*innen in Ambulanzen, Ambulatorien sowie in Einzel- und Gruppenpraxen und mobilen Diensten. Viele Ergotherapeut*innen machen auch Hausbesuche.

Ergotherapie ist eine Vertragsleistung bei folgenden Krankenkassen

  • OÖGKK
  • SGKK
  • SVA
  • VAEB
  • SVB
  • BVA
  • TGKK
  • NÖGKK

Wenn Sie eine*n Ergotherapeut*in mit Kassenvertrag aufsuchen, ist Ergotherapie über die Krankenkasse finanziert (ausgenommen Kostenbeiträge). Entscheiden Sie sich für eine*n Ergotherapeut*in ohne Kassenvertrag so erhalten Sie eine Rückerstattung.

Folgende Krankenkasse finanziert Ergotherapie über Poolstunden

  • WGKK
  • BGKK

Wenn sie bei einer*einem Ergotherapeut*in mit Poolvertrag Ergotherapie erhalten, sind die Stunden von der Krankenkasse finanziert. Ist es nicht möglich, dass Sie kassenfinanziert Poolstunden erhalten, so erhalten Sie einen Zuschuss der Krankenkasse nach Ablauf der Therapie.

Folgende Krankenkasse bietet Ergotherapie nicht als Vertragsleistung an

  • StGKK
  • KGGK
  • VGKK

Sie erhalten (nach vorhergehender Bewilligung) einen Zuschuss der Krankenkasse nach Ablauf der Therapie.

Ergotherapeut*innen mit Kassenvertrag verrechnen Ihre Leistungen direkt mit den Krankenkassen. Somit entstehen für Sie keine Kosten (außer dem Selbstbehalt bei einigen Krankenkassen).
Bei Ergotherapeut*innen ohne Kassenvertrag müssen Sie zunächst die gesamte Therapie selbst vorfinanzieren. Sie können anschließend jedoch einen Teil der Kosten zurück erhalten. Hierfür benötigen Sie eine Bewilligung vor Beginn der Therapie. Nach Ende der Ergotherapie reichen Sie die Honorarnoten bei der Krankenkasse ein, um eine (Teil-) Rückerstattung der Kosten zu erhalten.

Ergotherapie gibt es auch als Sachleistung der Krankenkasse. Dafür müssen Sie eine*n Ergotherapeut*in mit Kassen- oder Poolvertrag aufsuchen. Ergotherapeut*innen mit Kassenvertrag finden Sie auf der Homepage unter TherapeutInnensuche und Ergotherapeut*innen mit Poolvertrag auf der Homepage des VEV. Die Kosten für die Ergotherapie werden dann direkt mit der Krankenkasse verrechnet.

Sie erhalten einen Teil der Kosten für Ergotherapie bei Ergotherapeut*innen ohne Kassenvertrag zurück, wenn Sie zuvor eine Bewilligung bei der Krankenkasse eingeholt haben. Gehen Sie wie folgt vor:

  • Mit der ärztlichen Verordnung Bewilligung für Ergotherapie bei Krankenkasse einholen
  • Ergotherapie durchführen
  • Therapie mit Ergotherapeut*in direkt abrechnen
  • Honorarnoten bei Krankenkasse einreichen
  • (Teil-) Rückerstattung der Kosten (Höhe je nach Krankenkasse verschieden)

Achten Sie bei der Auswahl darauf, in welchen Fachbereichen und mit welchen Zielgruppen der*die Ergotherapeut*in arbeitet. Vielleicht ist für Sie auch wichtig, dass Hausbesuche möglich sind oder ob der*die Ergotherapeut*in einen Vertrag mit Ihrer Krankenkasse hat.

Alle Ergotherapeut*innen, die Sie auf der Liste von Ergotherapie Austria finden, sind in Österreich berufsberechtigt und haben eine hochwertige Ausbildung abgeschlossen. Bis 2005 wurde diese Ausbildung mit einem Diplom beendet, seitdem findet die Ausbildung an Fachhochschulen statt und schließt mit einen Bachelor (BSc) ab.

Wer die Ergotherapie bezahlt, hängt einerseits von Ihrer Krankenversicherung  ab. Andererseits kommt es darauf an, ob Sie zu einer*einem Ergotherapeut*in mit oder ohne Kassenvertrag gehen.

Wenn Ihre Krankenkasse Ergotherapie als Vertragsleistung anbietet, haben Sie folgende Möglichkeiten:

  • Bei Ergotherapeut*innen mit Kassenvertrag gehen Sie mit dem Verordnungsschein zu Ihrer*Ihrem Ergotherapeut*in, er*sie erledigt alles Weitere. Die Kosten werden direkt mit der Krankenkasse verrechnet.
  • Bei Ergotherapeut*innen ohne Kassenvertrag erhalten Sie zumindest einen Teil der Kosten von Ihrer Krankenkasse wieder rückerstattet. Voraussetzung für den Kostenersatz ist eine Bewilligung der Therapie durch Ihre Krankenkasse.

Wenn Ihre Krankenkasse Ergotherapie nicht als Vertragsleistung anbietet, erhalten Sie einen Zuschuss zu den Therapiekosten.

Bitte fragen Sie Ihre*n Ergotherapeut*in bzgl. Kosten und Kostenübernahmen.

Ergotherapeut*innen arbeiten nach ärztlicher Zuweisung. Deshalb benötigen Sie für die Ergotherapie eine Verordnung durch eine*n Allgemein- bzw. Fachärzt*in.

Ergotherapie beginnt mit einem Gespräch in einer ergotherapeutischen Praxis, einem Ambulatorium, einer Ambulanz oder mit dem Hausbesuch einer*eines Ergotherapeut*in. Zunächst wird ein ergotherapeutischer Befund erstellt. Entsprechend Ihres Befundes sowie Ihrer speziellen Wünsche und Bedürfnisse werden die therapeutischen Ziele besprochen. Dann wird ein persönlicher Behandlungsplan erstellt und Termine fixiert und schon kann die Ergotherapie losgehen.

Ergotherapie wird bei Menschen aller Altersgruppen eingesetzt, die aufgrund unterschiedlichster Ursachen in ihrer physischen, psychischen oder sozialen Handlungsfähigkeit eingeschränkt sind. Ergotherapie kommt also sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen zum Einsatz und ist in allen klinischen Fachbereichen vertreten.

Ziel der Ergotherapie ist es, Menschen bei Tätigkeiten in Bereichen wie Selbstversorgung, Produktivität, Freizeit und Erholung zu stärken und damit ein höheres Maß an Selbstständigkeit im Alltag zu ermöglichen. Ziel in der Ergotherapie ist die Handlungsfähigkeit im Alltag wiederherzustellen oder zu verbessern.

Der Begriff Ergotherapie leitet sich aus dem griechischen Wort „ergein“ (handeln, tätig sein) ab und beruht auf medizinischer, sozialwissenschaftlicher und handlungsorientierter Grundlage. Ergotherapie stellt das menschliche Grundbedürfnis  zu Handeln bzw. tätig zu sein in den Mittelpunkt. Gezielt eingesetzte Tätigkeiten haben gesundheitsfördernde und therapeutische Wirkung. Deshalb unterstützt und begleitet Ergotherapie Menschen jeden Alters, die in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt oder von Einschränkung bedroht sind und/oder ihre Handlungsfähigkeit erweitern möchten. Nähere Info