Selbstfürsorge – auch das noch
Ergotherapeut*innen sind in ihrem Berufsalltag einer Vielzahl von Stressfaktoren ausgesetzt, die sich aus Zeitdruck, umfangreichen Dokumentationspflichten, Anforderungen des Qualitätsmanagements und dem wirtschaftlichen Druck in Kliniken ergeben. Zusätzlich stellt die Arbeit in helfenden Berufen, bei der die Bedürfnisse der Klient*innen an erster Stelle stehen, eine hohe Belastung dar – die eigenen Bedürfnisse geraten oft in den Hintergrund. Diese ständige Selbstaufopferung und der Wunsch, immer alles perfekt zu machen, können langfristig zu einer Überlastung und sogar zu einem Burnout führen. Besonders ausgeprägte Merkmale wie Idealismus, Perfektionismus und Überengagement, die in der Ergotherapie häufig zu finden sind, begünstigen diese Entwicklung (Spurgeon 2003).
In dieser Fortbildung setzen sich Ergotherapeut*innen mit den Stressfaktoren ihres Berufs auseinander und erarbeiten Wege, wie sie stark und präventiv gegen Burnout vorgehen können. Neben einem theoretischen Input zu den Ursachen von Stress und Burnout werden die Teilnehmer*innen durch Selbsterfahrung und Reflexion ihres eigenen beruflichen Verhaltens für ihre persönlichen Stressoren sensibilisiert. Durch Gruppenarbeit, Wahrnehmungsübungen und Fallbesprechungen werden konkrete Strategien entwickelt, um das berufliche Verhalten nachhaltig zu reflektieren und eine gesunde Balance zwischen der Arbeit mit Klient*innen und der eigenen Selbstfürsorge zu finden.
Das Ziel dieser Fortbildung ist es, den Ergotherapeut*innen Werkzeuge an die Hand zu geben, mit denen sie sich selbst besser schützen und langfristig gesund und motiviert im Beruf arbeiten können. Berufsfelderweiterung im Präventivbereich für Klient*innen und Firmen.
Literaturempfehlungen zur Vorbereitung:
Schreiner A. Selbstfürsorge im Berufsalltag ... Et Reha 62. Jg., 2023, Nr. 2: 14-18, Hrsg. DVE