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Wahrnehmung von den Füßen bis zum Kopf

Wann:
04.03.2027 bis 06.03.2027

04.03.2027: 14.30 - 18.30 Uhr | 05.03.2027: 08.30 - 16.45 Uhr | 06.03.2027: 08.30 - 16.00 Uhr

Anmeldeschluss:
Kurspreis:

Mitglieder FB € 399,- / NP € 459,- inkl. Seminarunterlagen digital & Pausensnacks

Nichtmitglieder FB € 659,- / NP € 758,- inkl. Seminarunterlagen digital & Pausensnacks

 

FB = Frühbucherpreis | NP = Normalpreis

Frühbucherfrist: 07.01.2027

Wahrnehmung beginnt intrauterin in der haltenden Motorik des Uterus. Nach der Geburt sind Säuglinge auf der Suche nach spürbaren Begrenzungen, nach haltgebendem Widerstand. Mit kräftigen Stoßbewegungen der Füße regen sie ihre propriozeptive Wahrnehmung an. Frühgeborene, entwicklungsverzögerte, muskulär hypotone und Kinder mit genetischen Syndromen oder cerebralen Bewegungsstörungen vermissen diese frühen Körperwahrnehmungen. Im weiteren Kindesalter entwickeln sie oftmals Kompensationen wie motorische Unruhe und Verhaltensbesonderheiten.

Sensomotorische Störungen werden anhand der neurophysiologischen Entwicklung von Säuglingen aufgezeigt, beginnend mit distalen Impulsen der Füße. Weil Körperwahrnehmung intra- und extrauterin wesentlich von den Füßen ausgeht, erhält die Fußbehandlung im Seminar einen besonderen Schwerpunkt. Die neuromuskuläre Fußbehandlung in Anlehnung an das Castillo Morales®-Konzept wird manuell geübt. Sie ist vielseitig anwendbar bei Muskelhypotonie und Muskelhypertonie, unabhängig vom Lebensalter.
Krabbeln unter neurophysiologischen Aspekten dient der Wahrnehmung vom Körper im Raum. Es fördert die posturale Kontrolle, die kreuzkoordinierte Koordination und ebenso die visuell-räumlichen Wahrnehmung. Wie erwerben Kinder beim Krabbeln propriozeptive Stimulierungen? Welche Effekte kann Krabbeln auf die Feinmotorik haben? Ein basaler, spürbarer Ansatz!

Mit einigen SI-Geräten lässt sich die Körperwahrnehmung regulieren, mit anderen weniger. Auf den adäquaten Einsatz von Rollbrett, Schaukel oder Hängematte kommt es an, ob die sensorische Integration propriozeptive Wahrnehmungen beinhaltet.

Im Seminar lernen Ergo- und Physiotherapeut*innen, sowie neuropädiatrisch interessierte Heil- und Sonderpädagog*innen sensomotorische Defizite und deren Kompensation von Kindern mit Muskelhypotonie zu erkennen und zu behandeln.

Die Beratung und Begleitung von Eltern, verbunden mit der Förderung von Kompetenzen zu Hause, stellt einen wichtigen Teil therapeutischer Intervention dar. Die im Seminar vermittelte entwicklungsneurophysiologische Sichtweise bildet eine sichere Grundlage für die Beratung. Als Voraussetzung sollten die Teilnehmer*innen im pädiatrischen Bereich tätig sein und Bereitschaft zu praktischen Übungen am Körper mitbringen.

Ziel

Therapeut*innen befähigen, einen Einblick zwischen früher sensomotorischer Entwicklung, Körperwahrnehmung und Muskeltonus zusammenhängend zu erhalten,
Muskelhypotonie und Kompensationsstrategien zu erkennen und zu behandeln: neuromuskulär und mit gezieltem Einsatz von SI-Geräten;
Eltern zu beraten für eine Entwicklungsförderung, die basal sensomotorisch ansetzt.

Evidenzen

Neurophysiologische Behandlungen: Castillo Morales®- u. Bobath-Konzept

(Literatur)Empfehlungen zur Vorbereitung:

Unterwegs auf vier Füßen, Nicht verzagen trotz Muskelhypotonie, Schulbereit mit Achtsamkeit