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ADHS im Erwachsenenalter

Wann:
06.08.2027

09.15 - 17.00 Uhr

Anmeldeschluss:
Kurspreis:

Mitglieder FB € 330,- / NP € 380,- inkl. Seminarunterlagen digital & Pausensnacks

Nichtmitglieder FB € 590,- / NP € 679,- inkl. Seminarunterlagen digital & Pausensnacks

 

FB = Frühbucherpreis | NP = Normalpreis

Frühbucherfrist: 11.06.2027

Das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom bringt eine Beeinträchtigung der Meisterung des Alltags mit sich.
Da die Diagnose noch nicht so lange auch im Erwachsenenalter gestellt wird besteht noch Erklärungsbedarf. An diesem Fortbildungstag werden neuropsychologische Grundlagen im Hinblick auf Erkennung und Erfassung der Problematik einer ADHS vermittelt. Zentral sind dabei die Exekutivfunktionen, die die Voraussetzung für die kognitiven Informationsverarbeitungsprozesse im Regelkreis der Handlungssteuerung und -energetisierung darstellen. Die Erklärung, wie sich die Exekutivfunktionen auf die Informationsverarbeitungsprozesse auswirken, bzw. welche Schwierigkeiten sie hier auslösen, ermöglicht es Ergotherapeut*innen, die individuelle und soziale Handlungskompetenz in dem für die Betroffenen relevanten Zusammenhang zu erfassen und zu fördern. Der Zusammenhang mit Mehrfachdiagnosen im psychiatrischen Bereich wird aufgezeigt. Ein ergotherapeutisches Behandlungskonzept wird vorgestellt und diskutiert.
Beispiele aus der Praxis können vorgestellt und besprochen werden.

Ziel

Die Fortbildung verfolgt das Ziel, den Teilnehmenden ein umfassendes Verständnis für das Krankheitsbild ADHS im Erwachsenenalter zu vermitteln. Dabei werden diagnostische Merkmale, Ursachenmodelle und psychodynamische Zusammenhänge erläutert sowie deren Bedeutung für die ergotherapeutische Behandlung herausgearbeitet.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Einfluss von ADHS auf die individuelle und soziale Handlungskompetenz und der Resilienz und dessen Förderung im therapeutischen Alltag.


Die Teilnehmenden sollen lernen:

• Symptome, Problematik und das Feld des Störungsbildes bei Menschen im Erwachsenenalter zu erkennen,
• den Einfluss der Exekutivfunktionen auf die Handlungsfähigkeit zu erkennen und zu verstehen,
• den Einfluss von ADHS die psychosoziale Entwicklung zu verstehen und dessen Auswirklungen im Erwachsenenalter zu erkennen resp. Zu fördern,
• den Einfluss der Förderung der Selbstwirksamkeitsüberzeugung und der Resilienzfaktoren verstehen und nachvollziehen können,
• ergotherapeutische Ziele abzuleiten,
• geeignete therapeutische Methoden auszuwählen und anzuwenden.

 

Evidenzen zu diesem Thema:
Die Evidenz zum konzeptionellen Modell zur Erfassung, Förderung und Evaluation der
individuellen Handlungskompetenz wird laufend mittels wissenschaftlich basierter
Zertifizierungsarbeiten und wissenschaftlichen Fachartikeln im Hinblick auf Krankheitsbilder und
Methodik der Ergotherapie überprüft und veröffentlicht.
Das konzeptionelle Modell Blaser beruht zu einem wesentlichen Teil auf dem
handlungstheoretischen Modell von Cranach. Für dessen Evidenzbasierung vgl. Blaser 2004, 2014,
2018, 2018 und von Cranach 1984