Depression im Kinder- und Jugendalter: ein ergotherapeutisches Behandlungskonzept
Die Fortbildung vermittelt ein umfassendes Verständnis von Depressionen im Kindes- und Jugendalter und deren Bedeutung für die ergotherapeutische Praxis. Dabei werden sowohl medizinisch-psychologische Grundlagen als auch konkrete therapeutische
Handlungsmöglichkeiten behandelt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Förderung von Selbstwirksamkeit als zentralem Ansatz in der ergotherapeutischen Behandlung depressiver Kinder und Jugendlicher.
Zu Beginn erhalten die Teilnehmenden einen Überblick über das Störungsbild der Depression im Kindes- und Jugendalter. Es werden typische Symptome und Erscheinungsformen vorgestellt sowie altersabhängige Besonderheiten erläutert. Dabei wird herausgearbeitet, dass sich Depressionen bei Kindern und Jugendlichen häufig anders äußern als bei Erwachsenen, beispielsweise durch Reizbarkeit, sozialen Rückzug, verminderte Aktivität, Konzentrationsprobleme oder körperliche Beschwerden. Darüber hinaus werden mögliche Ursachen und Risikofaktoren beleuchtet, darunter biologische, familiäre, soziale und entwicklungsbezogene Einflüsse. Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist die Auseinandersetzung mit verschiedenen Formen depressiver Störungen sowie mit dem Thema Suizidalität bei Kindern und Jugendlichen. Die Teilnehmenden lernen Warnsignale, Risikofaktoren und die Bedeutung einer frühzeitigen Erkennung kennen.
Anschließend werden psychodynamische Erklärungsansätze vorgestellt. Dabei wird der Zusammenhang zwischen Persönlichkeitsentwicklung, Selbstwertregulation und depressiven Entwicklungen beleuchtet. Die Teilnehmenden setzen sich mit der Entstehung
spezifischer psychodynamischer Muster auseinander und reflektieren die Bedeutung von Beziehungserfahrungen für die Entwicklung depressiver Symptomatik. Zudem werden die Konzepte von Übertragung und Gegenübertragung erläutert und ihre Relevanz für die therapeutische Beziehung diskutiert.
Ein zentraler Schwerpunkt der Fortbildung liegt auf dem handlungstheoretischen Ansatz der Selbstwirksamkeit. Die Teilnehmenden lernen die theoretischen Grundlagen des Selbstwirksamkeitskonzepts kennen und beschäftigen sich mit der Frage, wie Selbstwirksamkeitsüberzeugungen entstehen und welchen Einfluss sie auf Motivation, Handlungsfähigkeit und psychische Gesundheit haben. Es wird aufgezeigt, in welchem Zusammenhang geringe Selbstwirksamkeitserwartungen mit depressiven Entwicklungen stehen und wie sich Gefühle von Hilflosigkeit, Versagen und Rückzug auf die Betätigungsfähigkeit auswirken können.
Auf Grundlage dieser theoretischen Inhalte werden allgemeine Behandlungsoptionen bei Depressionen im Kindes- und Jugendalter vorgestellt. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf ergotherapeutischen Ansätzen. Die Teilnehmenden erfahren, wie depressive Kinder und Jugendliche durch gezielte therapeutische Maßnahmen in ihrer Handlungsfähigkeit unterstützt werden können. Es werden Möglichkeiten aufgezeigt, Selbstwirksamkeitserleben zu erkennen, zu fördern und systematisch in den therapeutischen Prozess einzubeziehen. Darüber hinaus werden geeignete ergotherapeutische Zielsetzungen erarbeitet, die sich an den individuellen Ressourcen, Bedürfnissen und Betätigungsbereichen der Betroffenen orientieren.
Anhand von Patientenbeispielen wird die Übertragung der theoretischen Inhalte auf die Praxis veranschaulicht. Die Fallbeispiele ermöglichen eine vertiefte Auseinandersetzung mit Diagnostik, Befunderhebung, Zielformulierung und Therapieplanung. In einer
Gruppenarbeitsphase erarbeiten die Teilnehmenden konkrete ergotherapeutische Werkzeuge und Methoden für die Arbeit mit depressiven Kindern und Jugendlichen. Dabei werden praxisnahe Interventionen entwickelt und deren Einsatzmöglichkeiten diskutiert.
Die Fortbildung verbindet somit theoretisches Fachwissen über Depressionen im Kindes und Jugendalter mit praxisorientierten ergotherapeutischen Handlungskonzepten. Die Teilnehmenden erwerben Kompetenzen zur Erkennung, Einordnung und therapeutischen Begleitung depressiver Kinder und Jugendlicher und lernen, wie sie durch gezielte Förderung von Selbstwirksamkeit zur Verbesserung von Teilhabe, Aktivität und psychischer Stabilität beitragen können.
Die Fortbildung vermittelt ergotherapeutisch relevantes Fachwissen zu Depressionen im Kindes- und Jugendalter und deren Auswirkungen auf Betätigung, Handlungsfähigkeit und Teilhabe. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Ergotherapeut*innen Kinder und Jugendliche mit depressiven Störungen in ihrer Alltagsbewältigung unterstützen und ihre Ressourcen gezielt fördern können. Dabei orientiert sich die Fortbildung an einer klientenzentrierten und betätigungsorientierten Sichtweise.
Behandelt werden die Symptome, Erscheinungsformen und Ursachen depressiver Störungen sowie die besondere Bedeutung von Suizidalität im Kindes- und Jugendalter. Darüber hinaus werden psychodynamische Erklärungsansätze vorgestellt, um die Entstehung und Aufrechterhaltung depressiver Entwicklungen besser zu verstehen.
Ein Schwerpunkt liegt auf dem Konzept der Selbstwirksamkeit und dessen Zusammenhang mit depressiven Erkrankungen. Die Teilnehmenden setzen sich damit auseinander, wie Selbstwirksamkeitsüberzeugungen die Motivation, Aktivität und Teilhabe beeinflussen und wie diese im ergotherapeutischen Prozess gezielt gefördert werden können.
Aufbauend auf den theoretischen Grundlagen werden ergotherapeutische Behandlungsansätze, Zielsetzungen sowie praxisnahe Methoden zur Förderung von Handlungskompetenz, Selbstständigkeit und Teilhabe erarbeitet. Anhand von Fallbeispielen und Gruppenarbeiten reflektieren die Teilnehmenden die ergotherapeutische Befunderhebung, Zielformulierung und Interventionsplanung und entwickeln konkrete Handlungsmöglichkeiten für die Arbeit mit depressiven Kindern und Jugendlichen.
Die Fortbildung verfolgt das Ziel, den Teilnehmenden ein umfassendes Verständnis depressiver Störungen bei Kindern und Jugendlichen zu vermitteln. Dabei werden diagnostische Merkmale, Ursachenmodelle und psychodynamische Zusammenhänge erläutert sowie deren Bedeutung für die ergotherapeutische Behandlung herausgearbeitet.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Konzept der Selbstwirksamkeit und dessen Förderung im therapeutischen Alltag.
Die Teilnehmenden sollen lernen:
• depressive Symptome und Störungsbilder bei Kindern und Jugendlichen zu erkennen,
• verschiedene Erklärungsansätze für die Entstehung von Depressionen zu verstehen,
• Suizidalität als bedeutsames Risiko einzuschätzen,
• den Einfluss von Selbstwirksamkeitsüberzeugungen auf depressive Entwicklungen nachzuvollziehen,
• ergotherapeutische Ziele abzuleiten,
• geeignete therapeutische Methoden auszuwählen und anzuwenden.
Evidenzen zu diesem Thema:
Die Evidenz zum konzeptionellen Modell zur Erfassung, Förderung und Evaluation der individuellen Handlungskompetenz wird laufend mittels wissenschaftlich basierter Zertifizierungsarbeiten und wissenschaftlichen Fachartikeln im Hinblick auf Krankheitsbilder und Methodik der Ergotherapie überprüft und veröffentlicht.
Das konzeptionelle Modell Blaser beruht zu einem wesentlichen Teil auf dem handlungstheoretischen Modell von Cranach. Für dessen Evidenzbasierung vgl. Blaser 2004, 2014, 2018, 2018 und von Cranach 1984
(Literatur)Empfehlungen zur Vorbereitung:
- Blaser M (2018) Soziale Handlungskompetenz in der Ergotherapie. Konzept und Erfassung. Hogrefe Verlag Bern
- Blaser M (2018) Individuelle und soziale Handlungskompetenz: Manual und Erfassungsinstrumente für die Ergotherapie. Konzept und Erfassung. Hogrefe Verlag Bern
- Blaser Csontos M (2004) Handlungsfähigkeit in der Ergotherapie, Springer Verlag
- Neuvermählt C & Reicher H (2009) Depression im Kindes- und Jugendalter. Erkennen, Verstehen, Helfen. CH Beck, München, 2. Aufl.
- Freisleder, F J (Hrsg) (2001) Depression, Angst, Suizidalität. Affektive Störungen im Kindes- und Jugendalter. Zuckschwerdtverlag München
- Flammer A (1999) Erfahrung der eigenen Wirksamkeit. Einführung in die Psychologie der Kontrollmeinung. Verlag Hans Huber