Spiegeltherapie und Mentales Training + Modul TeleReha

Datum: 
18.11.2017
Zeit: 

9.00-18.00 Uhr

Anmeldeschluss: 
24.09.2017
Kurspreis: 

Mitglieder € 195,- (incl. Skriptum  und Pausensnacks)
Nichtmitglieder € 435,-- (incl. Skriptum und Pausensnacks)
Studierende Mitglieder € 165,-- (incl. Skriptum und Pausensnacks)
Studierende Nichtmitglieder € 195,-- (incl. Skriptum und Pausensnacks)

Ziel: 
  1. Die KursteilnehmerInnen sind in der Lage den theoretisch-wissenschaftlichen Hintergrund der Spiegeltherapie zu   beschreiben und kennt die verschiedenen Konzepte die der Therapie zu Grunde liegen.
  2. Die KursteilnehmerInnen können die Spiegeltherapie selbstständig bei verschiedenen Symptomen nach einem Schlaganfall anwenden.
  3. Die KursteilnehmerInnen kennen ebenfalls die Anwendungsmöglichkeiten bei Phantomschmerz- und CRPS-Patienten und kann den theoretischen Hintergrund erklären.
  4. Die KursteilnehmerInnen kennen geeignete Assessments/Testverfahren, um die Therapieeffekte systematisch zu evaluieren. 
Beschreibung: 

Spiegeltherapie ist eine einfach anwendbare Therapiemethode, bei der PatientInnen vor einem parallel zu ihrer Körpermitte angeordneten Spiegel sitzen. Beim Blick in den Spiegel entsteht für PatientInnen der Eindruck von zwei intakten Extremitäten. Diese visuelle Täuschung wird therapeutisch eingesetzt, um positive Effekte auf die Motorik, Wahrnehmung oder Schmerzen der Betroffenen zu bewirken. Die Spiegeltherapie wird zu Beispiel nach einem Schlaganfall, Phantomschmerzen nach Amputationen, dem komplexen regionalen Schmerzsyndrom und anderen chronischen Schmerzsyndromen eingesetzt. Zusätzlich wird eine innovative Erweiterung vorgestellt‚Tele-Spiegeltherapie’, über die das Eigentraining der PatientInnen besser gesteuert werden kann.

Inhalt: 
  • Die praktische Anwendung der Therapie nach einem Schlaganfall
  • Praktische Umsetzung der Therapie bei verschiedenen Symptomen nach einem Schlaganfall (obere/untere Extremität)
  • Die Therapiemöglichkeiten bei NeglectpatientInnen und Thalamussyndrom
  • Der theoretisch-wissenschaftliche Hintergrund der Spiegeltherapie
  • Was ist das Spiegelneuronensystem und welche Bedeutung hat es für die Spiegeltherapie ?
  • Was verbirgt sich hinter der Theorie des learned non-use Phänomens und wie wirkt Spiegeltherapie hierauf?
  • Welche Bedeutung kommt dem visuellen Kortex zu und welche neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse gibt es im Bezug auf die kortikale Repräsentation des Körperschemas?
  • Evidenz der Spiegeltherapie: Wie gut sind die klinischen Effekte der Spiegeltherapie wissenschaftlich belegt?
  • Die praktische Anwendung der Therapie bei anderen Krankheitsbildern Phantomempfindungen (Missempfindungen, Schmerz) nach Amputationen der oberen und unteren Extremität
  • Die Anwendung beim komplexen regionalen Schmerzsyndrom (CRPS)
  • Die Anwendung bei peripheren Überempfindlichkeiten nach chirurgischen Eingriffen
  • Konzept einer neuartigen, innovativen ‚Tele-Spiegeltherapie’ zur Unterstützung des Eigentrainings der PatientInnen. Auf Wunsch können die TeilnehmerInne in das neue ‚Tele-Spiegeltherapie-Register’ aufgenommen werden.
  • Geeignete Testverfahren zur Evaluation der Therapie
Zielgruppe: 
  • ErgotherapeutInnen, Studierende der Ergotherapie
Fachbereich: 
  • Neurologie, Orthopädie
CPD Punkte: 
10
Teilnehmeranzahl min: 
15
Teilnehmeranzahl max: 
20