Ergotherapeutische Interventionen bei Kindern mit Autismus-Spektrum-Störungen

Kursort: 
IBIS Linz City
Datum: 
02.03.2020 bis 04.03.2020
Zeit: 

2.3.2020: 9.30 bis 17.30 Uhr I 3.3.2020: 9.30 bis 17.30 Uhr I 4.3.2020: 9.30 bis 16.00 Uhr

Anmeldeschluss: 
19.01.2020
Kurspreis: 
  • Mitglieder: FB 305,--/ NP 350,-- incl. Skriptum, Pausensnacks
  • Nichtmitglieder: FB 523,-- /NP 655,--incl. Skriptum, Pausensnacks

FB = Frühbucherpreis
NP = Normalpreis
Frühbucherfrist: 8.12.2019

Ziel: 

Die Teilnehmer*innen wissen, wie sie Kinder mit Autismus ergotherapeutisch begutachten und den Interventionsprozess gestalten können.

Beschreibung: 

In dieser Fortbildung wird auch anhand von Fallbeispielen der konkrete Einsatz der SI-Methode und anderer ergotherapeutischer Ansätze in der Befundung/Intervention von Kindern mit Autismus-Spektrum-Störungen dargestellt. Die Umfeldberatung (ET-Coaching) der Eltern, der Lehrer*innen und anderer Erwachsener, die Teil des Lebens des autistischen Kindes sind, ist ein wichtiger Bestandteil der ET-SI-Behandlung und des langfristigen "Umfeld- und Alltagsmanagements" in der therapeutischen Begleitung. Zudem werden wichtige Themen im Hinblick auf die Inklusion von Kindern mit Autismus im Kindergarten/Schule besprochen.

Inhalt: 

Im Rahmen der Ergotherapie bei autistischen Kindern hat sich in den USA insbesondere die sensorische Integrationstherapie etabliert. 80 bis 90 % aller Menschen mit Autismus sind von sensorischen Modulationsstörungen betroffen (z.B. Schaaf 2011). Betroffene beschreiben häufig extreme Missempfindungen, Überempfindlichkeiten bis hin zu Schmerzempfindungen in unterschiedlichen Sinnessystemen. Diese Hyperreaktivität auf alltägliche sensorische Informationen und Ereignisse beeinflusst das Leben in der Schule, bei der Arbeit, im sozialen Zusammenleben und zu Hause. Die schwerwiegenden Auswirkungen dieser sensorischen Probleme auf den Alltag und auf das emotionale Wohlbefinden der autistischen Menschen hat dazu geführt, dass diese Symptome als ein Diagnosekriterium des "Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM 5)" aufgenommen wurden.Nicht nur empirische Erfahrungen (z.B. Baumgarten & Röder 2008), sondern auch der derzeitige Forschungsstand zeigen, dass durch die Sensorische Integrationstherapie mit autistischen Kindern das Familienleben erleichtert, schulisches Lernen verbessert und die Integration in das Arbeitsleben unterstützt wird. Zudem reduziert sich der individuelle Leidensdruck bei den Betroffenen enorm.

In der Fortbildung wird auch anhand von Fallbeispielen der konkrete Einsatz der SI-Methode in der Befundung/Intervention dargestellt. Die Umfeldberatung (ET-Coaching) der Eltern, der Lehrer*innen und anderer Erwachsener, die Teil des Lebens des autistischen Kindes sind, ist ein wichtiger Bestandteil der ET-SI-Behandlung und des langfristigen "Umfeld- und Alltagsmanagements" in der therapeutischen Begleitung (Bundy 2007, Dunn 2012). Auch dieser Prozess wird in der Fortbildung praxisnah vermittelt. Zudem werden wichtige Themen im Hinblick auf die Inklusion von Kindern mit Autismus in der KITA/Schule besprochen.

Weitere Inhalte der Fortbildung

  • Abgrenzungsmöglichkeiten zu anderen Störungsbildern, z.B. zu SI-Modulationsdysfunktionen
  • Überblick über weitere Behandlungskonzepte, die in der Ergotherapie mit autistischen Kindern eingesetzt werden (z.B. TEACCH)
  • Ergotherapeutische Behandlungsansätze für komorbid auftretende Probleme in der Grob- und Feinmotorik und in der Praxie
  • Das Konzept des "Storytellings": Social und Sensory Stories für Kinder und Jugendliche mit ASS
Zielgruppe: 
  • ErgotherapeutInnen, Studierende der Ergotherapie
Fachbereich: 
  • Pädiatrie
CPD Punkte: 
24
Anmerkungen: 
Kenntnisse in der SI-Therapie (mindestens eine SI-Einführung) sind für diese Fortbildung wünschenswert.
Teilnehmeranzahl min: 
15
Teilnehmeranzahl max: 
24
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