Therapeutischer Humor in der Ergotherapie – ressourcenorientiertes Arbeiten mit PatientInnen

Datum: 
20.04.2018 bis 21.04.2018
Zeit: 

20.4.2018: 10:00 -18:00 Uhr I 21.4.2018: 8:30-16:30 Uhr

Anmeldeschluss: 
20.02.2018
Kurspreis: 
  • Mitglieder: 200,-- incl. Skriptum und Pausensnacks
  • Nichtmitglieder: 440,-- incl. Skriptum und Pausensnacks
  • Studierende Mitglieder: 170,-- incl. Skriptum und Pausensnacks
  • Studierende Nichtmitglieder: 200 ,-- incl. Skriptum und Pausensnacks
Ziel: 

Auseinandersetzung mit dem eigenen Sinn für Humor (Selbsterfahrungsanteil),Bewussterer Umgang und Einsatz von Humor in der ergotherapeutischen Praxis (PatientInnenarbeit und Team), Austausch und Vernetzung unter KollegInnen

Beschreibung: 

Der eigene Sinn für Humor spiegelt unser Wissen, unsere Werte, unser Empfinden und unsere Erfahrungen wider. Wenn wir Humor „erlernen“ möchten und bewusst einsetzen wollen, ist es wichtig, sich auf individueller Ebene mit diesem Aspekt der Persönlichkeit auseinanderzusetzen. Erst wenn wir wissen, was für uns Humor alles sein kann, was uns erheitert und Spaß macht, was uns zu Schmunzeln oder Lachen bringt, aber auch die Dinge die uns verletzen, bei denen wir uns unwohl fühlen, bei denen uns vielleicht sogar das Lachen im Hals stecken bleibt, erst dann können wir Humor auch bewusst einsetzen und können auch diesen Aspekt der Persönlichkeit bei unserem Gegenüber erkennen und darauf eingehen. Dieser bewusste Einsatz von Humor als zusätzliches kommunikatives und psychologisches Hilfsmittel im gemeinsamen Miteinander, kann nur dann positiv und erfolgreich eingesetzt werden, wenn man zuerst bei sich anfängt.

In der Arbeit mit Menschen (psychologisch, pädagogisch, sozialarbeiterisch, pflegerisch), in der die Beziehung zum Gegenüber als essentiell wichtig angesehen wird, darf gelacht werden, selbst oder vielleicht gerade auch bei sehr schwierigen Themen. Humor kann manchmal das bestmögliche Mittel sein, KlientenInnen und PatientInnen dazu zu bringen, ihr Problem auf eine neue Art zu sehen. Sie entdecken ihre positiven Seiten, ihre Ressourcen und erfolgreiche Alternativen zu bis dahin gescheiterten Lösungsversuchen. Humor fördert die Selbstachtung, gibt Kontrolle zurück und stärkt damit das Selbstvertrauen. Lachen und respektvolle Direktheit befreien und eröffnen kreative Wege aus der Sackgasse. Um eine Lösung zu finden, müssen nicht nur das Problem und dessen Ursachen erörtert werden. Viel wirkungsvoller ist es oft, das Positive zu betrachten und die Ressourcen um neue, oft überraschende Lösungsideen zu erkennen.

Humorinterventionen können angewendet werden, um Arbeitsfähigkeit und Arbeitsmotivation zu steigern, Lernen zu unterstützen, Stress zu reduzieren, Gesundheit zu fördern und Bewältigungsstrategien auszubauen, sei es körperlich, emotional, kognitiv und/oder sozial.

Es geht darum sich den Humor als zusätzliche Arbeitstechnik zu erschließen und so zu spüren, dass Humor (wie-der-) erlernbar ist.

Inhalt: 

Theoretische Grundlagen zum Thema Therapeutischer Humor (Etymologie, wissenschaftliche Inputs), Humor und Lachen, Humortheoretische Hintergründe

Entdecken und Weiterentwickeln des eigenen Humors:  Was ist mein persönlicher Sinn für Humor?

Grundlagen und Techniken von humorvollen Interventionen: Wann soll Humor angewandt werden und wie soll dies geschehen?

Überblick und Kenntnisse von Interventionsmöglichkeiten (Humoranamnese, Humorkoffer, Humortagebuch).

Entdecken neuer Lösungsvarianten, Schaffung von Handlungsspielräumen und Öffnung des Blicks und der Sichtweisen

Humor als verstärkender Faktor der Psychohygiene für einen leichteren Umgang mit belastenden Situationen (Umgang mit PatientInnen, Team, usw.)

Humorvolle Interaktion als Kommunikationsstil erfahren und kennen lernen

Möglichkeit der Besprechung, der von TeilnehmerInnen mitgebrachten Fallvignetten

Improvisation und Spielerisches als Quelle des Humors

Zielgruppe: 
  • ErgotherapeutInnen, Studierende der Ergotherapie
Fachbereich: 
  • Geriatrie, Gesundheitsförderung und Prävention, Handverletzungen, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Neurologie, Orthopädie, Pädiatrie, Psychiatrie, Rheumatologie
CPD Punkte: 
16
Teilnehmeranzahl min: 
12
Teilnehmeranzahl max: 
26